Von dem 17 Monate alten Sacha fehlt weiter jede Spur. Falls der Bub in Frankreich auftaucht, müsste der Vater dort vor Gericht ziehen.
Von dem 17 Monate alten Sacha aus Eichenau fehlt weiterhin jede Spur. Der kleine Bub war am Dienstag seinem Vater bei einem Spaziergang gewaltsam entrissen worden, vermutlich von der eigenen Muttern und mehreren Helfern. Selbst wenn der Aufenthaltsort ermittelt werden kann, ist es nicht selbstverständlich, dass der Vater seinen Sohn zurückbekommt, obwohl dieser ihm mit Gewalt entrissen worden ist. Denn über eine Rückgabe des Kindes hat die Polizei laut Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Oberbayern-Nord nicht zu befinden.
Falls Mutter und Kind in Deutschland gefunden werden, müsste das Jugendamt Fürstenfeldbruck über eine Rückkehr nach Eichenau entscheiden. Hält sich das Kind aber im Ausland auf, wird es komplizierter: Dann muss der Vater über das für den aktuellen Wohnort zuständige Familiengericht versuchen, die Rückkehr seines Sohnes zu erreichen. Die Voraussetzungen dafür sind im Haager Kindesentführungsübereinkommen (HKÜ) geregelt, dem sich mittlerweile mehr als 80 Staaten angeschlossen haben.
Unterstützung kann sich der Eichenauer auch beim Bundesamt für Justiz in Bonn holen. Diese Behörde hilft ihm bei der Klage vor einem ausländischen Gericht. Nach Information von Rainer Hüßtege, Vorsitzender des 12. Familiensenats am Oberlandesgericht München, könnten sich die Bonner auch an der Suche nach dem Aufenthaltsort des Kindes beteiligen-der liegt vermutlich in Frankreich, denn die 38 Jahre alte Mutter ist Französin und in Paris gemeldet.
Die französische Polizei wurde informiert und sucht Sacha bereits. Man wolle den Aufenthaltsort des Kindes so schnell wie möglich feststellen, sagte Kammerer am Donnerstag, um abschätzen zu können, ob es dem Buben gut gehe. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen Sachas Mutter wegen Kindesentziehung und Körperverletzung, teilte Andrea Titz von der Staatsanwaltschaft mit.
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(SZ vom 20.08.2010/ano/sonn)
Was die deutsche Presse schreibt ist nationalistisch.
Ausserdem auch noch falsch.
Die deutsche Polizei hätte den Mann, einen Berufsbetreuer, der bestens mit Psychiatrie umgehen kann (wenn es darum geht die anderen zu stehlen), schon lange verhaften müssen und das von der Mutter gestohlene Baby zurück nach Frankreich bringen, dort wo es geboren ist und mit seiner Mutter immer gelebt hat. Die Mutter hat ausser für Urlaubzeiten nie in Deutschland gelebt.
Ein französischer Untersuchungsrichter will seit März über den Weg der Rechtshilfeersuchen bei seinen deutschen Kollegen mehr über die Praktiken des deutsch-legalen Kinderklaus erfahren. Doch diese schweigen wie immer, wenn es darum geht deutsche Kriminelle zu schützen.
Ein Antrag auf Rückführung im Sinne des HKÜ - in der EU heisst es Brussel IIa oder EC Regelung 2201/2003 - hat die französische Mutter bereits vor Monaten gestellt. Doch auch hier zeigten die deutschen Behörden, u.a. das Bundesamt für Justiz in Bonn keine Reaktion. Warum ?
Warum wurde unter solchen Umständen dann eine Ringfahndung organisiert ?
Um den Kriminellen und seine Komplizen in Justiz und Polizei zu schützen ?
Und wie wäre es, wenn die Journalisten sich die Frage andersherum stellen würden :
Kind von der Mutter aus Frankreich gewaltsam entrissen, Komplizenschaft sind in Psychiatrie und Familienjustiz zu suchen, das Französische Baby wird in Deutschland zurückgehalten und deutsche Behörden ermitteln nicht gegen den deutschen Vater ?
Was ist das für eine Justiz ? Was ist das für eine egoistische ungesunde nationalistische Einstellung ?
Recht ist alles was dem deutschen Volk dient, Unrecht was ihm schadet ?
Olivier Karrer
CEED Paris