jacek.tyblewski@rbb-online.de
schrieb am 26.11.04 13:32:56:
> Polen stehen entfremdetem Vater im
Sprachverbotsstreit bei. > Durch Tony Paterson in
Berlin > (eingeordnet: 24/10/2004) > > Ein
polnischer Vater ist in einem Streit mit den deutschen
> Jugendämtern verwickelt worden, da man ihm verboten
hatte, sich mit > seinen Töchtern in seiner
Muttersprache zu unterhalten. > > In einem Fall,
der die öffentliche Meinung in Polen erregte, wurde >
Wojciech Pomorski durch die Hamburger Behörden erklärt, daß
> regelmäßiger Dialog mit seinen Töchtern, sieben und
vier Jahre, auf > Polnisch ihre Integration in die
deutsche Gesellschaft verhindern > würde. >
> Herrn Pomorski, seit 18 Monaten von seiner deutschen
Frau getrennt, > wurde der Zugang zu seinen Töchtern
verweigert, nachdem er abgelehnt > hatte, zu
garantieren, daß er mit ihnen nur Deutsch sprechen
würde. > > Herr Pomorski, ein weithin bekannter
Flüchtling Polens von der > ehemaligen kommunistischen
Diktatur, hat gesagt, daß er den Fall > beim
europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg
> vorträgt: "Ich kann und werde diese Art der
Diskriminierung nicht > akzeptieren. Ich habe mit
meinen Töchtern seit ihrer Geburt Polnisch >
gesprochen. Dies ist eine demütigende Behandlung " erklärte
Herr > Pormorski in THE TELEGRAPH in der letzten
Woche. > > Die empfindliche Natur der
Polnisch-Deutschen Beziehungen > berücksichtigend, hat
Herrn Pomorskis Vorhaben die Phantasie der > polnischen
Medien angeregt. Ein Warschauer Nachrichtenmagazin nahm
> an, daß die Vorgehensweise der deutschen Behörden an
die Nazi Ära > erinnere. Die Angelegenheit erregte die
Aufmerksamkeit der polnischen > Regierung, die bereit
ist, Herrn Pormorski in seinem Recht zu > unterstützen,
sein linguistisches Erbe an seine zwei Mädchen >
weiterzugeben. > > Das polnische Konsulat in
Hamburg hat betont, daß die deutsche > Regierung 1991
einen Freundschafts- und Mitarbeitvertrag mit Polen >
unterschrieb, worin man vereinbarte, daß die "linguistische
> Identität" von Polen, die in Deutschland wohnen,
geschützt werden > müsse. > > Herr
Pomorski floh in den achtziger Jahren nach Deutschland,
nachdem > sein Vater, Vaclav, ein vorstehendes Mitglied
der > Solidaritätbewegung, für die ablehnende Haltung
zum kommunistischen > System in Polen inhaftiert wurde.
Bei einer Sitzung im letzten Jahr > mit Beamten vom
Jugendamt in Hamburg, wurde ihm erklärt, daß man ihm >
lediglich zweimal im Monat erlauben würde, seine Töchter zu
sehen. > Die Besuche würden von einem Sozialarbeiter
überwacht und Polnisch zu > sprechen sei
verboten. > > Ein Beamter sagte: "Vom
pädagogischen Standpunkt aus nehmen wir nicht > an, daß
es in dem Interessen der Kinder wäre, daß diese überwachten
> Sitzungen in der polnischen Sprache stattfinden.
Deutsch zu sprechen > kann nur von Vorteil für die
Kinder sein, da sie in diesem Land > aufwachsen und
hier zur Schule gehen." > > Der exzentrische
Grund, der für das Bestehen auf die deutsche Sprache >
bei den Besuchen gegeben wurde, ist, dass viele Sozialarbeiter
> hierdurch verwirrt worden wären. > > Die
Abteilung sagte auch, daß die Besuche des Vaters überwacht
werden > müssten, weil es zwischen Herr Pormorski und
seiner Frau während > ihrer ständigen Streitereien "zu
Schlägen kam", aber Andrej Kremer, > der polnische
Konsul in Hamburg argumentierte, daß die Behörden auf >
eine "einfache Lösung" dieses Problems ausgewichen seien, die
darin > bestand, den Besuchen Herr Pomorskis einfach
einen Sozialarbeiter > beizusetzen. > >
Herr Pomorski, ein Lehrer für deutsche Literatur, beharrt, daß
er > weiterhin fortfährt, für sein Recht mit seinen
Kindern Polnisch zu > sprechen, zu kämpfen. >
> Sogar ein vorteilhafter Urteilsspruch in Straßburg
kann ihm nur eine > kleine Hilfe sein. In der letzten
Wochen verordnete das > Verfassungsgericht zum ersten
Mal, daß die Entscheidungen des > Europäischen
Gerichtshofs für Menschenrechte nicht bindend seien für
> die inländischen deutschen Gerichte. >
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