Paris - Bruxelles - Frankfurt - London - Roma - Madrid - Zürich - Washington - Chicago - Warszawa - Auckland
 

CEED - Conseil Européen des Enfants du Divorce
association de parents enfants et grand-parents victimes d'enlèvements et de rapts internationaux d'enfants

 

Berlin - Grosseltern Warse wurden wegen staatlicher Kindesentführung zu je 500 Euro verurteilt

Strafverhandlung Berlin 14 mai 2008
Aus Berlin Moabit, von Olivier Karrer

Heute wurde in dem Strafprozess um die Grosseltern Regina und Karl-Heinz Wrase, bzw. der Enkelin Bianca, des Sohnes Matthias und der Kindesmutter Maria Fernando-Brandt im Amtsgericht Moabit (Berlin) verhandelt.

Ich kam aus Paris um über diesen Fall zu berichten, denn die Welt muss wissen wie die deutsche Justiz Familien, Eltern und Grosseltern behandelt. Der deutschen Presse ist hier nur bedingt Glauben zu schenken, wenn es um Fälle geht, die das deutsche Jugendamt involvieren.

Vor dem Gerichtssaal standen ca 20 deutsche Presseleute und ein ca 8 jähriges Kind, das neben zwei älteren Damen sass. Ich versuchte mit den verschiedenen Anwesenden ins Gespräch zu kommen, um mehr über diesen Fall zu erfahren. Als ich die zwei Damen ansprach, teilten sie mir mit, sie wären als Zeugen geladen und würden auf meine Frage hin, ob sie als Ent- oder Belastungszeuge für oder gegen die Grosseltern gekommen wären, jedes Gespräch mit mir verweigern. Nachdem ich ihnen offenbarte, ich käme als Vertreter von Eltern und Grosseltern, zeigten sie das merkwürdige deutsche Verhalten der deutsch-legalen Kinderklauer : sie hüllten sich in Schweigen. Nur ein Paar Augen verfolgten mich von da an, überall wo ich hinging.

Nachdem Rechtsanwälte, Staatsanwälte und Richterin ca 30 Minuten in geheimer Vorsitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit, sich über das Geld untereinander geeinigt hatten, wurde das Publikum in die öffentliche Sitzung hereingelassen. Die Grosseltern Wrase wurden, blass und ängstlich, von ihren beiden Anwälten rechts und links in den Saal hineinbegleitet, als würden beide zum Schlachthof gebracht ; ein schauerliches Spektakel in 2008, das mich viel zu sehr an die Bilder des Volksgerichtshofes erinnerte.

Eine kurze Schilderung der Ereignisse durch den Staatsanwalt liess mich aufhorchen worum es hier eigentlich ging ; die Kindesmutter hat einen verwandschaftlichen Auslandsbezug zu Argentinien, der Kindesvater zu Polen. Der deutsche Staat will verhindern, dass das Kind je ins Ausland kommt. Es ist die übliche absichtliche Krimininalisierung von Eltern und Grosseltern durch die deutsche Justiz.

Nach kurzer Klärung der Identität, fragte die Richterin die Grosseltern, ob sie noch etwas hinzuzufügen hätten und mit der Zahlung von je 500 Euro an eine sogenannte karitative Einrichtung einverstanden wären. Beide beklagten sich, dass sie ihre Enkelin und Sohn nicht mehr sehen dürften. Danach drückte sich die deutsche Richterin elegant und trickreich vor dem Verlesen des zwischen Anwälten, Staatsanwaltschaft und Nebenklägerin (der Anwältin der Mutter) ausgehandelten Deals. Ihnen blieb nichts anderes mehr übrig als den ausgehandelten Deal der Juristen anzunehmen.

Für den Menschen und seine zwischenmenschliche Beziehung innerhalb der Familie war kein Platz in den Köpfen dieser eiskalten deutschen Juristen vorhanden, weil sie vielleicht selbst oft kinderlos sind.

Innerhalb weniger Minuten war die gesamte Farce der Männer und MännerInnen in schwarz, die zum Ziel hatte, die hilflosen Grosseltern als Kriminelle hinzustellen, vorbei. Kein Mucks kam von der Bank der deutschen Journalisten. Sie sassen alle da, als wären sie die braven Schüler aus noch besseren Zeiten.

Niemand wagte sich bis zu den « Angeklagten » vor. Nur ich stand auf, weil ich wusste, dass sie keine bösen Menschen sind und sicherlich die einzigen in diesen Raum waren, die eigentlich richtig gehandelt hatten, um die Enkelin vor dem deutschen Jugendamt zu schützen. Ich sagte ihnen : « Ihr Seid keine Kriminellen ! Lasst euch nicht beeindrucken von diesen Leuten die Euch Kinder und Enkeln klauen ! » Und ich erzählte, dass ich aus Paris gekommen sei, dass ich Eltern und Grosseltern gegen die Kinderklauer vom Jugendamt schütze, dass man mir vor wenigen Wochen einen ähnlichen Prozess in Hamburg gemacht habe. Ein menschlicher Zuspruch der vom Opa einige Worte im sanften Ton herauslockte. « Wir haben nur bezahlt, damit die ganze Sache vorbei ist ! ».
Einmal mehr haben die staatlichen Kinderklauer gewonnen.

Als ich aus dem Gerichtsgebäude kam, versuchte ich den Fall anhand der wenigen Informationen die mir zur Verfügung standen und meiner eigenen Erfahrung in Sachen internationalen deutsch-legalen Kinderklau zu rekonstruieren. Und ich malte mir aus, wie wenig deutsche Journalisten von der Wahrheit erzählen würden.

Vater Matthias und Mutter Maria wurden sich uneins. Jeder beanspruchte das Kind Bianca für sich. Die Mutter wollte es nach Argentinien bringen. Der Vater kam ihr zuvor und tauchte nach Polen unter. Er wusste, in Deutschland würden die Behörden alles daran setzen, damit er seine Tochter nicht mehr sehen kann.

Er übergab das Kind später den Grosseltern, die es in Dortmund vor der Mutter und ihrem besten deutschen Anwalt – dem deutschen Jugendamt – versteckt hielten. Das Jugendamt wusste die Verzweiflung der Mutter die ihr Kind nicht mehr sehen konnte, bestens zu seinen Gunsten auszunutzen. Sie wickelte die Mutter im Vertrauen ein und arbeitete dann an ihrer Seite mit, nicht um das Kind im Sinne des international verstandenen Kindeswohles zu schützen, sondern vielmehr des Deutschen, mit anderen Worten, um das Kind vor der Auswanderung (« der drohenden Gefahr » für die Kinderklauer), einer anderen Kultur, einer anderen Sprache zu schützen.

Von einem guten ordentlichen Deutschen oder vom deutschen Geheimdienst wurden die Grosseltern verraten. Nun kamen beide vor Gericht. Ohne recht zu wissen wie ihnen geschah, müssen sie 1000 Euro an "karitative" Kinderklauer zahlen.

Vom Kind, vom Umgang mit dem Enkel war heute gar nicht die Rede. Das Kind ist sicherlich schon lange in das Eigentum des Jugendamtes übergangen. Bereichert haben sich jedoch mindestens vier deutsche Rechtsanwälte, da Vater, Mutter, Grossvater und Grossmutter je einen eigenen Anwalt benennen mussten.

Ob deutsche Journalisten den Fall so wie ich heute verstanden haben, dementsprechend wiedergeben werden ?
Oder werden sich als die üblichen Propagandisten des Jugendamtes vor ihren Lesern und Zuschauern ausgeben ?

War es Bianca das junge Mädchen, das da neben den zwei alten treudeutschen ordentlichen Frauen auf der Bank sass und mich mit ihren fragenden Blick überall verfolgte ? Würde Bianca bei ihrer Mutter heute leben, wäre sie sicher ein Sonderfall im deutsch-legalen Kinderklauhandel. Ich werde jedenfalls diesen um Hilfe rufenden Blick niemals wieder vergessen.

Aus Berlin Moabit,

Olivier Karrer
CEED Paris

Bitte den Fall heute abend noch in den Nachrichten verfolgen oder morgen in der deutschen Presse.
Schreibt eine Stellungnahme an alle Redaktionen !
Oder leitet diese Email weiter, sollte sie der Wahrheit näher liegen, als das wovon die deutsche Presse berichtet hat. Eltern, Grosseltern, wir müssen uns vor den offiziellen Kinderklauer der BRD wehren. Diese email ohne Scheu an die Journalisten die nicht richtig berichten weiterleiten ! Aber auch an eure Liste !

Weitere Info über der absichtlichen Kriminalisierung von Eltern durch deutsche Behörden :

Fall Wrase bei Vaeternotruf
http://www.vaeternotruf.de/kindesentfuehrung-faelle.htm
Fall Casalegno
http://www.jugendamt-wesel.com/COMMUNIQUE_PRESSE_Casalegno/Casalegno_Interpol_Europol_Fedpol_DE.htm
Fall Karrer
www.karin-jaeckel.de/elternkummer/Freispruch_nach_sechs_Jahren.pdf
Kinderklau in Bildern :
www.jugendamt-wesel.com/Video_liste.htm

---
www.ceed-europa.eu


 
 
CEED ECCD - Conseil Européen des Enfants du Divorce - European Council Children of Divorce
Association loi 1901 - enregistrée JO 28-09-02/4383/2237 - Melun France -
Tel. +33 (0) 9 54 54 40 10 - site : www.ceed-europa.eu





index